Schwindel – ein weit verbreitetes Problem

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Die meisten Menschen kennen das Gefühl des Schwindels aus eigener Erfahrung: Plötzlich beginnt die Welt sich zu drehen, der Boden schwankt unter den Füßen und alles gerät aus dem Gleichgewicht. Schwindel ist weit verbreitet, mehr als jeder zehnte Patient beim Hausarzt hat damit zu kämpfen. Besonders häufig tritt das Problem bei älteren Menschen auf.

Natürlich bewegt sich die Umwelt bei einem Schwindelanfall nicht wirklich – tatsächlich handelt es sich um eine Scheinbewegung, die auf einer Störung des Gleichgewichtssinns und der Wahrnehmung beruht. Betroffene beschreiben den Schwindel sehr unterschiedlich: Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich ihre Umwelt dreht (Drehschwindel), andere haben den Eindruck wie in einem Fahrstuhl rasch nach oben oder unten gezogen zu werden (Liftschwindel), zu schwanken (Schwankschwindel) oder zur Seite wegzukippen. Häufig tritt das Schwindelgefühl plötzlich in bestimmten Situationen auf und verschwindet nach kurzer Zeit wieder, andere Menschen fühlen sich über Stunden oder Tage, in manchen Fällen sogar dauerhaft schwindelig, benommen oder taumelig. Oft gesellen sich weitere unangenehme Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen oder gar Angstzustände hinzu.

Warum wird mir schwindelig?

Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich ein Anzeichen dafür, dass unser Gleichgewichtssinn gestört ist. Damit wir unser Gleichgewicht halten und laufen oder auch nur aufrecht stehen können, verarbeitet unser Gehirn ununterbrochen Informationen unterschiedlicher Sinnessysteme, darunter der Augen und des im Innenohr gelegenen Gleichgewichtsorgans. Aus ihnen berechnet es permanent unsere derzeitige Position und Stellung im Raum und sendet bei Bedarf Befehle für erforderliche Korrekturbewegungen an unsere Muskeln, die dafür sorgen, dass wir nicht aus dem Gleichgewicht geraten.

Ein Schwindelgefühl entsteht immer dann, wenn unser Gehirn die Informationen des Gleichgewichtsorgans nicht mit den Informationen der anderen Sinnesorgane in Einklang bringen kann. So nehmen zum Beispiel unsere Augen bei einer Karussellfahrt eine Drehbewegung war, da wir uns an den vorbeiziehenden Gegenständen orientieren. Das Gleichgewichtsorgan reagiert hingegen nur auf Bewegungsänderungen und wird bei einer gleichbleibenden Drehbewegung kaum angesprochen. Während unsere Augen also die an uns vorbeiziehende Umwelt wahrnehmen, signalisiert das Gleichgewichtssystem unserem Gehirn, dass wir uns nicht in Bewegung befinden. Da das Gehirn diese scheinbar widersprüchlichen Informationen nicht einordnen kann, löst es als Warnzeichen ein Schwindelgefühl aus.

Was sind die Ursachen für Schwindel?

Dass ungewöhnliche Reize wie eine Karussellfahrt unser Gleichgewichtssystem kurzfristig durcheinanderbringen, ist ganz normal. Bei empfindlichen Menschen können beispielsweise auch eine Auto-, Bus- oder Schiffsreise eine Reisekrankheit mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Jüngere Menschen leiden häufig an einer sogenannten orthostatischen Hypotonie, also einem Blutdruckabfall, der bei aufrechter Körperhaltung auftritt. Es kommt zu einem Drehschwindel mit Sehstörungen und Schwarzwerden vor den Augen, der zu einer Ohnmacht führen kann. Auch in der Schwangerschaft leiden viele Frauen an Kreislaufproblemen und Schwindel, da das Hormon Progesteron die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck senkt.

Daneben gibt es jedoch auch verschiedene Erkrankungen, die sich auf das Gleichgewichtsorgan auswirken und Schwindelgefühle hervorrufen können. Auch in diesem Fall kann der Schwindel entstehen, weil widersprüchliche Informationen unserer Sinnesorgane im Gehirn eintreffen, andererseits aber auch, weil die Informationen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns nicht richtig verarbeitet werden können. Zu typischen Erkrankungen, bei denen Schwindelgefühle auftreten können, gehören zum Beispiel

  • Erkrankungen des Innenohrs
  • Störungen des Gleichgewichtszentrums im Gehirn
  • Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • Nervenentzündungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn, zum Beispiel bei einer Arteriosklerose oder nach einem Schlaganfall
  • Psychische Leiden und Stress

Schwindel – Was tun?

Fast jeder Mensch leidet hin und wieder unter Schwindel, meist sind die Ursachen harmlos. Wen Sie häufig an Schwindelattacken leiden, sollten Sie jedoch sicherheitshalber einen Arzt zu Rate ziehen, damit dieser eine körperliche Erkrankung als Ursache für den Schwindel ausschließen oder diese bei Bedarf behandeln kann. Da die Ursachen für Schwindelattacken komplex sein können, ist für die Diagnose oft die Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte, wie zum Beispiel dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt, dem Neurologen, dem Augenarzt und dem Orthopäden erforderlich.

Erst, wenn die genaue Ursache bekannt ist, ist es möglich, den Schwindel angemessen und wirksam zu behandeln. Vertigo-Vomex zum Beispiel wirkt schnell und sicher gegen Schwindel, da es das Schwindelzentrum im Gehirn dämpft. In einigen Fällen kommen aber auch Medikamente zum Einsatz, um die Grunderkrankung zu bekämpfen, aber auch körperliche Aktivität und gezielte Gleichgewichtsübungen, eine psychotherapeutische Behandlung, Stressabbau und eine gesunde Lebensweise können helfen, die Schwindelattacken in den Griff zu bekommen.

Quellen:

Neurologen und Psychiater im Netz: Schwindel: Gestörter Gleichgewichtssinn.

HNO-Ärzte im Netz: Gleichgewicht halten.

HNO-Ärzte im Netz: Schwindel.

Deutsche Gesellschaft für Neurologie. S1-Leitlinie Schwindel-Therapie. AWMF-Registernr. 030/018.

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.