Übelkeit – Was Sie darüber wissen sollten

Jeder von uns hat schon einmal die unangenehme Bekanntschaft mit Übelkeit gemacht, oft bereits in der Kindheit. Meist fühlen wir uns dann so elend, dass nichts mehr so recht Freude macht und es schwerfällt, sich auf Alltagsdinge zu konzentrieren. Nicht selten steigert sich die Übelkeit auch bis zum Erbrechen. Aber wie entsteht die Übelkeit eigentlich und welche Erkrankungen können dahinterstecken? Erfahren Sie hier auch, wann Sie wegen Übelkeit oder Erbrechen zum Arzt sollten, und was Sie selbst dagegen tun können.

Übelkeit kann scheußlich sein – aber auch sinnvoll

Übelkeit an sich ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, durch das der Körper ausdrückt, dass etwas nicht stimmt. Zugegeben: Brechreiz und Übelkeit sind sehr unangenehm. Doch die Natur hat damit einen sinnvollen Schutzmechanismus eingerichtet. Was viele nicht wissen: Die Übelkeit entsteht im Kopf. Denn im Gehirn befindet sich das sogenannte Brechzentrum. Dort lösen bestimmte Reize aus, dass uns übel wird. Diese Reize können ganz unterschiedlichen Ursprungs sein, z.B. zählen schädliche Stoffe dazu, die über den Magen-Darm-Trakt ins Blut gelangen. Sie entstehen etwa bei Infekten mit Bakterien oder Viren oder auch durch Medikamente oder innere Krankheiten. Registriert der Organismus sie, schlägt er Alarm. Folgt auf die Übelkeit dann Erbrechen, versucht der Körper auf diese Weise die Schadstoffe so schnell wie möglich loszuwerden. In manchen Fällen bleibt es auch bei der Übelkeit ohne, dass es zum Erbrechen kommt. Meist ist uns dann jedes Getränk und jede Speise zuwider – dadurch schützt der Körper sich davor, weitere Schadstoffe aufzunehmen.

Steht das Erbrechen kurz bevor, bemerken man dies in der Regel an typischen Anzeichen: Das Gesicht wird plötzlich blass, manchmal auch schweißig und es sammelt sich auf einmal mehr Speichel im Mund.

Von harmlos bis ernst – Vieles kann Übelkeit verursachen

Grundsätzlich gibt es zahlreiche Ursachen, die Übelkeit hervorrufen können. Sie können harmloser Natur sein, z.B. bei Reiseübelkeit, die durch Bewegungsreize ausgelöst wird. So manchen sensiblen Menschen wird auch vor Ekel schlecht, z.B. durch üble Gerüche. Doch Übelkeit kann auch Ausdruck einer ernsten Erkrankung sein. Nicht immer ist es einfach auf den ersten Blick zu erkennen, was dahintersteckt. Folgende Faktoren und Erkrankungen sind nur einige Beispiele, die zu Übelkeit und Erbrechen führen können:

  • Magen-Darm-Infekt (durch Viren oder Bakterien)
  • Magenschleimhautentzündung
  • Reizmagen oder Reizdarm-Syndrom
  • Stress
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Migräne
  • Vergiftungen, z.B. mit Alkohol oder Drogen
  • Bestimmte Medikamente
  • Innere Krankheiten, z.B. Herzinfarkt, Nierenschwäche, unbehandelte Zuckerkrankheit
  • Hormonelle Ursachen, z.B. Schwangerschaft

Wann Sie bei Übelkeit zum Arzt sollten

Nicht immer ist sofort ein Besuch beim Arzt erforderlich, wenn man unter Übelkeit leidet. Vor allem, wenn die Ursache klar ist, etwa wenn gerade auf der Arbeit ein Magen-Darm-Virus grassiert, dürfen Sie bei leichten Beschwerden erst einmal abwarten. Auch wer unter Reiseübelkeit leidet, braucht normalerweise keine ärztliche Hilfe, denn sind Autofahrt oder Flug vorüber legen sich die Beschwerden meist von selbst. Besteht jedoch Übelkeit ohne eindeutige Ursache, ist ein Gang zum Arzt ratsam. Das gilt z.B., wenn die Übelkeit sehr plötzlich auftritt, von heftigem Erbrechen oder weiteren Beschwerden wie starken Schmerzen in Brust oder Bauch, oder hohem Fieber begleitet ist. Auch wer sich häufig übergeben muss, sollte sich immer in ärztliche Behandlung begeben, denn der Körper verliert dabei viel Flüssigkeit und wichtige Salze. Besonders für Babys und Kinder kann dies zu einer ernsten gesundheitlichen Bedrohung werden.

Zudem sollten Sie Übelkeit auch dann nicht ignorieren, wenn sie nur leicht ist, dafür aber über mehrere Tage hinweg bestehen bleibt. In diesem Fall sollte ein Arzt die Ursache klären.

Was Sie bei Übelkeit selbst tun können

Übelkeit ist unangenehm und kann belastend sein. Neben der Behandlung, die der Arzt eventuell verordnet, gibt es auch einige Maßnahmen, die zusätzlich zur Linderung beitragen können. Grundsätzlich gilt: Wer unter Übelkeit leidet braucht Ruhe. Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre, in der Sie sich gut entspannen können. Manchmal hilft auch etwas Ablenkung, z.B. können angenehme Musik oder ein spannendes Hörbuch dabei helfen.

Außerdem können Sie folgendes tun:

  • Oft tut frische Luft gut, lüften Sie daher regelmäßig oder – wenn Sie sich fit genug fühlen – machen Sie einen kleinen Spaziergang.
  • Trinken Sie ausreichend, vor allem, wenn Sie auch unter Erbrechen leiden. Geeignet sind z.B. Tee mit Ingwer, Kamille oder Fenchel.
  • Falls Sie etwas Appetit verspüren, wählen Sie leicht verdauliche Speisen und verteilen Sie mehrere kleine Portionen über den Tag.

Quellen:

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.