Kalter Schweiß, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen – der Flug in das Urlaubsparadies ist für empfindliche Menschen oft eine Tortur. Aber auch Vielflieger oder Geschäftsreisende, die bislang nie Probleme hatten, können reisekrank werden. Ausgelöst werden die Beschwerden durch einen Konflikt der Sinne.

Das Gleichgewichtsorgan meldet durch das ständige Auf und Ab des Flugzeuges dem Gehirn, dass wir uns bewegen. Die Augen jedoch registrieren in dem ruhigen Innenraum des Flugzeuges keine Bewegung. Die Folgen dieses Widerspruches sind Übelkeit und Erbrechen. Soweit muss es allerdings nicht kommen.

Lesen Sie, wie Sie mit ein paar Tricks Ihren Flug unbeschwert genießen können.

Achten Sie auf den richtigen Sitzplatz

Um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen, kann der richtige Sitzplatz entscheidend sein. Reservieren Sie Ihren bevorzugten Platz daher möglichst früh, beispielsweise während der Flugbuchung oder online über die Webseite der Fluggesellschaft.

  • Wählen Sie – wenn möglich – einen Sitzplatz in der Mitte des Flugzeuges direkt über den Tragflächen. Denn dort wackelt das Flugzeug am wenigsten.
  • Damit Sie während des Fluges auch ein paar Schritte auf und ab laufen können, sollten Sie einen Gangplatz bevorzugen.
  • Ist dieser jedoch bereits belegt, sichern Sie sich einen Platz am Fenster. Dann können Sie Ihren nervösen Magen beruhigen, indem Sie sich einen Punkt am Horizont suchen und diesen fixieren.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nicht direkt neben der Küche sitzen, da bestimmte Essensgerüche die Übelkeit fördern können.

Weitere Tipps, um die Reiseübelkeit zu bekämpfen

  • Nehmen Sie ein Medikament gegen Übelkeit mit, z.B. Vomex A®. Speziell für unterwegs gibt es Vomex A® Reise Sublingualtabletten, die ohne Wasser eingenom-men werden und unter der Zunge zergehen. Alternativ haben sich die kleinen und leicht zu schluckenden Vomex A® Dragees gewährt. Packen Sie Vomex A® nicht in den Koffer, sondern in Ihr Handgepäck. Dann haben Sie es bei Bedarf immer zur Hand.
  • Stress kann Übelkeit und Erbrechen verstärken. Versuchen Sie daher, diesen möglichst zu vermeiden. Es lohnt sich beispielsweise, genug Zeit für den Check-in einzuplanen.
  • Essen Sie vor Flugbeginn eine Kleinigkeit. Gut geeignet sind leichte Speisen wie ein Obstsalat oder belegte Brote. Verzichten Sie auf Milch und Milchprodukte sowie kalorien- und proteinreiche Lebensmittel.
  • Denken Sie während des Fluges nicht an Ihre Reisekrankheit. Lenken Sie sich ab, indem Sie mit Ihrem Nachbarn plaudern oder Musik über Kopfhörer hören.
  • Versuchen Sie, zu schlafen. Dadurch werden sowohl Ihr Gleichgewichtssinn als auch Ihre Augen „ausgeschaltet“ und können keine widersprüchlichen Informationen mehr an Ihr Gehirn senden. Vermeiden Sie es, während des Fluges am Laptop zu arbeiten oder zu lesen. Denn während Ihr Innenohr Bewegung registriert, blicken Ihre Augen auf einen festen Punkt. Übelkeit und Erbrechen sind die Folge.
  • Wenden Sie Entspannungstechniken an. Bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen beispielsweise werden bestimmte Muskelgruppen gezielt für etwa fünf bis zehn Sekunden angespannt und für etwa 30 und 45 Sekunden entspannt. Konkrete Übungen sind: die Fäuste ballen, die Augen zusammenkneifen, die Schultern zu den Ohren ziehen, den Bauch einziehen sowie die Zehen krümmen und anschließend diese Muskelgruppen wieder lockerlassen. Sie können diese Technik in einem Kurs mit fachkundiger Anleitung oder mithilfe eines Buches, einer CD oder einer App selbst erlernen.
  • Oder vielleicht ist Ihnen autogenes Training lieber? Diese Entspannungstechnik beruht auf Selbsthypnose, wodurch körperliche Funktionen wie Atmung oder Puls in einen Ruhezustand versetzt werden. Diese Technik erlernen Sie am besten in einem Kurs.
  • Besorgen Sie sich schon vor Reisebeginn ein paar Meditations-Apps. Diese können Ihnen während des Fluges beim Entspannen helfen.

 

Bitte beachten Sie: Falls die Übelkeit auch nach dem Flug anhält, ist es ratsam, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

 

Quellen:
HNO: Kinetosen. Ausgabe 5/2000. Letzter Abruf Oktober 2016
Notfall+Rettungsmedizin: Kinetose bei Hubschraubereinsätze, Ausgabe 6/2001.

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