Darf man im Sommer Muscheln essen?

Keinen verdorbenen Magen riskieren

Im Sommerurlaub am Meer gehören sie für viele einfach zu einem leckeren Essen dazu: Meeresfrüchte. Doch speziell in den Sommermonaten ist beim Verzehr von Muscheln Vorsicht geboten. Denn wie es oftmals heißt: Muscheln sollte man nur in Monaten mit „R“ essen - also zwischen September und April. Was ist wirklich dran an dieser altbekannten Faustregel?

Muscheln im Sommer = verdorbener Magen?

Die Annahme, dass man nur in Monaten mit „R“ Muscheln essen sollte, ist zumindest zum Teil richtig. Muscheln, egal ob Miesmuscheln, Jakobsmuscheln oder Austern, haben prinzipiell tatsächlich in den kalten Monaten Saison. Zum einen befinden sich Muscheln in den Sommermonaten in der Laichzeit, also in der Zeit der Eiablage. Deshalb sind die Muscheln im Vergleich zu den Monaten mit „R“ nicht so schmackhaft und haben eine geringere Qualität.

Zum anderen hat das mit der Algenblüte im Meer zu tun. Muscheln sind Weichtiere und ernähren sich von Algen, die sie über ihre Kiemen aus dem Wasser filtern. Gerade in den Sommermonaten vermehren sich die Algen massenhaft und produzieren durch die Algenblüte auch toxische Substanzen.

Da die Muscheln auch diese Substanzen der Algen aufnehmen, ist es möglich, dass das Algengift ins Muschelfleisch gelangt. In einer hohen Konzentration kann der Verzehr dieser Muscheln von harmlosen Magenbeschwerden und Übelkeit bis zu schwerwiegenden Vergiftungen führen.

Jedoch sollte man nicht direkt in Panik verfallen. Mittlerweile weiß man nämlich genau, wo sich die giftigen Algenarten, etwa Blaualgen, aufhalten. Deshalb wird grundsätzlich nur dort geerntet, wo diese bedenklichen Algenarten gar nicht erst vorzufinden sind.

Um besser einschätzen zu können, wann man Muscheln verzehren kann, ohne sich den Magen zu verderben, sind hier ein paar Tipps.

5 Tipps zum Muschel-Verzehr

  1. Muscheln aus dem Supermarkt: Wer zwischen April und September gar nicht auf Muscheln verzichten möchte, kann beispielsweise Muscheln aus dem Supermarkt und auch im Restaurant bedenkenlos verzehren. Sie unterliegen strengen Kontrollen und werden genauestens auf Giftstoffe überprüft, bevor sie in den Handel kommen. Die Muscheln werden nach der Ernte für längere Zeit in sauberem Wasser gelagert, sodass mögliche Algengifte wieder ausgeschieden werden.
  2. Vorsicht bei frisch gefangenen Muscheln: Auch wenn die Muscheln in Gebieten eingefangen wurden, die frei von Algengiften sind, sollte man beim unmittelbaren Verzehr noch vorsichtig sein. Ein einfacher Test hilft aber, um herauszufinden, ob man die Muscheln ohne Bedenken essen kann: Zunächst niemals Muscheln verzehren, deren Schale bereits geöffnet ist. Das könnte ein Zeichen sein, dass die Muscheln schon abgestorben und somit nicht mehr genießbar sind. Um das sicherzustellen, halten Sie die Muschel unter fließendes Wasser und klopfen dann auf die Schale. Schließt sich die Schale, kann die Muschel bedenkenlos verzehrt werden. Bleibt sie geöffnet, lebt sie nicht mehr und sollte entsorgt werden.
  3. Muscheln gut kühlen: Muscheln gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Um keinen flauen Magen zu riskieren, ist es daher wichtig, sie nicht zu lange ungekühlt zu lagern und innerhalb von zwei Tagen zu verzehren. Im Gegensatz zu anderen Meeresfrüchten sind Muscheln nämlich besonders anfällig für Krankheitserreger und bieten daher vor allem im Sommer ein hohes Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen.
  4. Muscheln aus einer kontrollierten Zucht: Vor allem südeuropäische Importe sind mit Vorsicht zu genießen, da manche Gewässer in Zuchtgebieten mit Umweltgiften belastet sind und bei der Zucht oftmals auch die natürlichen Muschelbänke zerstört werden.
  5. Falls man sich, trotz aller Vorsicht, dennoch einmal Übergeben muss, kann man das weiterhin bestehende Übelkeitsgefühl mit Vomex A® Dragees stoppen. :  Somit wird der weitere Wasser- und Elektrolytverlust verhindert und dadurch die Magen-Darm-Peristaltik beruhigt. Dennoch sollte man wachsam sein und einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden nicht nachlassen.

Beachtet man einige Vorsichtsmaßnahmen, so kann man auch in den Monaten ohne „R“ Muscheln verzehren. Wer auf der sicheren Seite bleiben möchte, sollte Muscheln jedoch nur in ihrer Saison, also ab September, genießen.

Und bis die Muschelsaison wiederbeginnt, gibt es ja auch noch viele andere leckere Meeresfrüchte, zum Beispiel Lachs oder Garnelen, auf die man in den Sommermonaten auf keinen Fall verzichten muss.


Vomex A® Dragees, 50 mg: Wirkstoff: Dimenhydrinat. Anwendungsgebiet: Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit. Warnhinweise: Enthält Lactose, Sucrose, Glucose, Gelborange S, Ponceau 4R und Azorubin. Stand: 04/2017-1.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, 83607 Holzkirchen, Deutschland

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Fragen zum Thema Verdorbener Magen

Hinter einer Vergiftung muss nicht gleich "Arsen" stehen, auch viel alltäglichere Gründe können der Auslöser sein. Sie reichen von verdorbenen Lebensmitteln und übermäßigem Alkoholkonsum bis hin zu Vergiftungen durch die Aufnahme chemischer Substanzen.

Im Fall einer Vergiftung versucht Ihr Körper die Auslöser dieser Vergiftung, bzw. Toxine auszuscheiden, zu diesem Zweck löst Ihr Körper den Vorgang des Erbrechens aus. Daher sollte Vomex A erst eingesetzt werden, wenn das Erbrechen länger als einen Tag anhält.