Bloggerbeitrag: Roadtrip in Kasachstan - verdorbener Magen in der Fremde

Wart ihr schon mal in Kasachstan? Ich muss zugeben, auf meiner Bucket-List stand das Land in Zentralasien bislang auch nicht. Aber durch meinen Freund und die kasachischen Wurzeln seiner Familie bin ich dann doch auf den Geschmack gekommen. Sie berichteten von endlosen Steppen, wilden Pferden, Kamelen und idyllischen Bergseen. Viel Natur, wenig Menschen – das klang perfekt!

Reisevorbereitungen

Der Entschluss war gefasst, im August sollte es losgehen. Zunächst haben wir ganz viel über das neuntgrößte Land der Erde gelesen, über das wir noch gar nicht viel wussten. Da wir mit dem Auto unterwegs sein würden, gehörte die Beantragung eines internationalen Führerscheins zur Vorbereitung. Mit 30 € ist das keine große Investition. Ein spezielles Visum braucht man nicht, wer nicht länger als 30 Tage bleibt und einen gültigen Reisepass besitzt, darf einreisen. Die Route legten wir zuvor fest und planten jeden Tag genau. Auch die Unterkünfte hatten wir zum Großteil schon im Voraus gebucht. Diese waren sehr einfach, oft haben wir uns in privaten Gasthäusern eingemietet. Einfache Unterkünfte wie diese bieten meistens auch eine Mahlzeit an, da es in der Umgebung sonst keine anderen Möglichkeiten zum Essen gibt. Auf dem Speiseplan der Kasachen steht – so informierten uns der Reiseführer und die Familie meines Freundes – sehr gehaltvolle Nahrung mit viel fettigem Fleisch, Teig und Gemüse. Wer einen empfindlichen Magen hat sollte also ein Mittel dabei haben, das Magen und Darm beruhigt und auch bei Übelkeit hilft. Diese gute Vorbereitung sollte sich später noch bezahlt machen!

On the road: Jetzt geht es endlich los

Nach einem insgesamt 8-stündigen Flug mit Zwischenstopp in Istanbul landeten wir in der ehemaligen Hauptstadt Almaty im Süden des Landes. Seit 1991 heißt die Hauptstadt Astana und befindet sich im Landesinneren. Trotzdem spielt sich das kulturelle Leben eher in Almaty ab. Auch die Nähe zum Gebirge „Tian-Schan“ (chinesisch „Himmelsgebirge“) und dem „Ile-Alatau Nationalpark“ gaben den Ausschlag für den Start- und Endpunkt unserer Kasachstan-Rundreise. 

Nach ein paar Tagen in der Stadt freuten wir uns auf die Weite der Steppe. Mit unserem Mietwagen fuhren wir in Richtung Kapchagai, dem größten Stausee des Landes. Der lohnte sich nur für einen kurzen Stopp, trotzdem war die Erfrischung im Wasser sehr angenehm. Auf unserem Weg in den Altyn Emel Nationalpark wurden die Straßen deutlich holpriger und man sieht unterwegs viel weniger Menschen, dafür viele Pferde und Kamele. In dem Gästehaus des Parks gab es zum Glück noch genau zwei Schlafplätze, die wir dankend annahmen. 

Gastfreundschaft und ein schwacher Magen

Zu Abend aßen wir gemeinsam mit vier Reisenden aus Georgien. Es gab landestypische „Mante“ in einer fettreichen Suppe. Die Teigtaschen erinnern ein bisschen an Maultaschen und sind meist mit Rinder- oder Schweinefleisch gefüllt. Zu den Mante wurde selbstgemachtes Brot, Tomaten und Gurken gereicht, die gibt es übrigens überall und zu jeder Tageszeit zum Essen dazu. Zum Nachtisch wurde kasachische Schokolade aufgetischt, die sehr viel mit Zucker und wenig mit Schokolade zu tun hat. Die Kasachischen Gastgeberinnen bestanden darauf, dass jeder mindestens zwei Mal Nachschub bekommt.  Als Verdauungshilfe gab es zum Abschluss einen Wodka – das Durcheinander im Magen war perfekt.

Die anstrengende Fahrt, die vielen Eindrücke und das ungewohnt fettige Essen forderte seinen Tribut. In der Nacht wachte ich mit einem flauen Magen auf, musste mich sogar übergeben. Eine sehr unangenehme Situation, wenn man sich das Bad mit 5 weiteren Reisenden teilt. Hier zahlte sich – wie schon angekündigt – unsere Reiseapotheke aus. Dank Vomex A hatte ich nach kurzer Zeit wieder Ruhe und konnte weiterschlafen und ein bissen Kraft für den nächsten Tag schöpfen. Denn da war eine Tour durch den Nationalpark geplant, wir wollten die „Singende Düne“ und die „Roten Berge“ besichtigen. 

Immer eine Reise wert

Der Urlaub in Kasachstan hat mich nachhaltig beeindruckt. Jedoch darf man nicht allzu zart besaitet sein und muss sich auf ein paar Kompromisse einlassen – auf Hygienestandards, die nicht mit Deutschland zu vergleichen sind, auf abenteuerliche Fahrten über unbeleuchtete Autobahnen und ungewohntes Essen. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen und die beeindruckende Natur machen das jedoch alles mehr als wett. Wer hierher kommt, der kann sich sicher sein, dass man überall herzlich aufgenommen und bestens umsorgt wird. Vor allem mit Essen.

Zur Bloggerin

Autorin des Beitrags ist Stephanie Schäper. Die Abenteuer-Reisende besucht am liebsten ungewöhnliche Ziele abseits der Touristenpfade und gibt ihre Erfahrungen und Tipps gerne an Gleichgesinnte weiter.

Artikel teilen

Mehr zum Thema

Fragen zum Thema Reiseübelkeit

Egal ob auf dem Schiff, im Auto, im Bus oder im Flugzeug, der Auslöser für Reisekrankheit (oft auch als Seekrankheit bekannt), ist immer eine Irritation des Gleichgewichtssinnes. Ausgelöst wird diese Irritation durch widersprüchliche Sinneseindrücke von Auge und Gleichgewichtsorgan.

Wenn Sie wissen, dass Sie unter Reiseübelkeit leiden, können Sie Vomex A auch präventiv einnehmen. Die Einnahme wird ca. eine Stunde vor Reisebeginn empfohlen. Beachten Sie hierzu, insbesondere bei Kindern, die in der Gebrauchsinformation angegeben Dosierungsangaben.