Backpacking: Tipps für eine gelungene Rucksack-Tour

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Mit dem Rucksack auf dem Rücken die Welt erkunden – und zwar auf individuellen Touren und unabhängig von Pauschalreisen: Backpacking ist der Inbegriff für Freiheit, Ungezwungenheit und Abenteuer. Damit Sie das Beste aus Ihrem Trip herausholen, kommt hier unser praktischer Backpacking-Guide. Ob Backpacking in Thailand, Lateinamerika oder den USA – erfahren Sie, worauf es bei der Planung und beim Packen ankommt. Darüber hinaus haben wir ein paar nützliche Backpacking-Tipps für unterwegs zusammengestellt.

Backpacking-Tipps für die Planung und Vorbereitung

Backpacking in den USA oder durch Südamerika? Wer einen mehrwöchigen oder -monatigen Rucksack-Trip plant, sollte bei der Wahl des Reiseziels die jeweilige Jahreszeit berücksichtigen. Konkret bedeutet dies: Ist bei uns Sommer, herrschen auf der südlichen Halbkugel größtenteils winterliche Temperaturen. Hinzu kommt, dass es in einigen Gegenden lange Regenphasen gibt. Wenn Sie beispielsweise Backpacking in Thailand machen möchten, sollte Sie bei der Planung die Regenzeit zwischen Mai und Oktober beachten. Ist die Wahl auf einen Kontinent gefallen, geht es an die detaillierte Reiseroute: Welches Land oder welche Länder wollen Sie bereisen? Wie lange wollen Sie an den einzelnen Orten bleiben? Nehmen Sie sich aber nicht allzu viele Stationen vor – und vor allem: Kalkulieren Sie das Zeitpensum nicht zu knapp. Für größere Reiseziele sollten Sie am besten mindestens zwei Wochen einplanen, um wirklich einen Eindruck vom Land, den Leuten und der Kultur zu bekommen.

Steht die grobe Route fest, können Sie die Flüge buchen. Sollten Sie an einem Ort erst abends landen, empfiehlt es sich zudem, für die erste Nacht eine Unterkunft zu buchen. Planen Sie aber nie die ganze Tour bis ins letzte Detail durch – lassen Sie ausreichend Raum für Spontaneität. Vor der Reise sollten Sie außerdem die Einreisebestimmungen Ihrer Reiseziele checken und gegebenenfalls geforderte Visa beantragen. Gleiches gilt für den Impfschutz: Während in einigen Gebieten die Standardimpfungen ausreichen, brauchen Sie in anderen Regionen einen umfangreicheren Schutz, etwa gegen Gelbfieber, Typhus, Cholera oder Tollwut. In vielen Städten gibt es Reiseausstatter wie Globetrotter und Tropeninstitute, die reisezielspezifische Beratungen und Impfungen anbieten.

Wie schwer darf der Rucksack sein?

Das wohl wichtigste Utensil für einen Backpacking-Trip ist der Rucksack. Lassen Sie sich vor dem Kauf umfassend beraten und greifen Sie lieber zu einem hochwertigen Modell im oberen Preissegment. Wer beim Rucksack spart, spart definitiv am falschen Ende. Denn der Tragekomfort, die Stabilität und Funktionalität des Rucksacks sind entscheidende Faktoren für eine entspannte Backpacking-Tour. Wie groß bzw. schwer der Rucksack sein sollte, hängt zum einen von Ihrer Statur, zum anderen von Ihrer Art zu reisen ab. Als Faustregel hat sich bewährt: Mehr als 25 Prozent des eigenen Körpergewichts sollte man sich nicht auf den Rücken laden. Wer die meiste Zeit mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann diese Wert auch etwas überschreiten. Wollen Sie hingegen lange Strecken mit dem Rucksack auf dem Rücken zu Fuß zurücklegen, sollten Sie das Gewicht reduzieren. In puncto Füllvermögen sind Trekking-Rucksäcke mit bis zu 65 Litern meist völlig ausreichend. Denn voll bepackt bringen diese schnell 20 Kilogramm auf die Waage. Wählen Sie am besten ein Exemplar, das sich um einige Liter Füllvermögen erweitern lässt. Dann haben Sie eine Stauraum-Reserve für Souvenirs oder Ähnliches.

Backpacking-Tipps: So packen Sie den Rucksack richtig

Einer der wichtigsten Backpacking-Tipps lautet wohl: Packen Sie so wenig wie möglich und wirklich nur das Nötigste ein. Backpacker-Neulinge neigen dazu, sich für alle Eventualitäten zu rüsten. Viele Dinge werden aber unterwegs überhaupt nicht benötigt. Und andere Sachen, beispielsweise Kleidung und Kosmetikprodukte, können Sie auch vor Ort kaufen – in vielen Ländern sogar deutlich günstiger. Nehmen Sie am besten auch einige alte Shirts und Pullover mit, die Sie zur Not unterwegs vor Ort lassen können. Damit Sie nichts Wichtiges auf Ihrer Rucksack-Tour vergessen, können Sie sich unsere Backpacking-Packliste herunterladen.

Haben Sie sich alles bereitgelegt, geht es ans Einpacken. Für größtmöglichen Tragekomfort sollte der Schwerpunkt möglichst nah am Körper sein. Das bedeutet, die schweren Sachen werden im großen Hauptfach an der rückenzugewandten Seite gestapelt. Um den schweren „Turm“ herum verteilen Sie leichtere Gegenstände zur Stabilisierung. Das Bodenfach sollte mit leichten Sachen schön prall gefüllt werden, etwa mit Handtüchern, Regenjacke und Schlafsack. Dadurch wird das Gewicht des Rucksacks besser auf die Hüftflosse (das sind die seitlichen Hüftpolster des Tragesystems) übertragen. Das Deckelfach ist für kleinere Gegenstände bestens geeignet, die schnell griffbereit sein müssen. Hierzu zählen beispielsweise Kamera, Sonnencreme, Müsliriegel oder Karten. Kleidungsstücke sollten Sie nicht falten, sondern lieber rollen. Denn dadurch werden nicht nur Knitterfalten verhindert, T-Shirts, Hosen und Co. nehmen auch weniger Platz weg. Füllen Sie Duschgel und Shampoo in faltbare Trinkflaschen um. Diese sind viel flexibler und damit ideal, um Zwischenräume auszufüllen.

Backpacking: Tipps zu den wichtigsten Unterlagen

Machen Sie am besten von all Ihren Unterlagen Kopien und lassen Sie diese laminieren. So sind Ihre Unterlagen auch nach einem mehrmonatigen Trip noch immer lesbar. Darüber hinaus sollten Sie die Unterlagen einscannen oder fotografieren und sich selbst per E-Mail zuschicken, so haben Sie immer ein Back-up, sollten Ihnen einmal alle Unterlagen gestohlen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam, die wichtigsten Dokumente stets in einem Brustbeutel direkt am Körper aufzubewahren.

Günstig reisen: Backpacking-Tipps für die Reisekasse

Wer viele Wochen oder Monate unterwegs ist, muss natürlich mit seinem Budget haushalten. Hier kommen einige clevere Backpacking-Tipps, die Ihren Geldbeutel deutlich entlasten:

  • Übernachten Sie in Hostels statt in teuren Hotels. Noch günstiger wird es mit Couchsurfing: Über ein Netzwerk finden Sie Locals, die Ihnen gratis oder für einen schmalen Taler das heimische Sofa überlassen – neue Freundschaften nicht ausgeschlossen.
  • Auch wenn Sie die lokale Küche natürlich unbedingt probieren sollten, können Sie kräftig sparen, wenn Sie regelmäßig in Ihrer Unterkunft kochen. Wer unterwegs essen möchte, sollte Streetfood einem Restaurant vorziehen. Ein Imbiss ist nicht nur deutlich günstiger, Sie bekommen dort meist auch wirklich landestypische Gerichte.
  • Planen Sie an teuren Reisezielen, wie Australien, nur kurze Aufenthalte, in günstigeren Ländern, etwa Thailand, bleiben Sie entsprechend länger. Auch kostspielige Aktivitäten, etwa Sprach- oder Surfkurse, sollten Sie lieber in günstigere Destinationen verlagern.

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Fragen zum Thema Reiseübelkeit

Egal ob auf dem Schiff, im Auto, im Bus oder im Flugzeug, der Auslöser für Reisekrankheit (oft auch als Seekrankheit bekannt), ist immer eine Irritation des Gleichgewichtssinnes. Ausgelöst wird diese Irritation durch widersprüchliche Sinneseindrücke von Auge und Gleichgewichtsorgan.

Wenn Sie wissen, dass Sie unter Reiseübelkeit leiden, können Sie Vomex A auch präventiv einnehmen. Die Einnahme wird ca. eine Stunde vor Reisebeginn empfohlen. Beachten Sie hierzu, insbesondere bei Kindern, die in der Gebrauchsinformation angegeben Dosierungsangaben.