Tipps und Hilfestellung bei Migräne

Übelkeit ist oft eine Begleiterscheinung von Migräne. Diese Tipps helfen Ihnen.

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Die Migräne ist eine Kopfschmerzart, deren Attacken anfallsartig auftreten. Sie kehrt in unregelmäßigen Abständen wieder und kann auch von Sehstörungen und anderen Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen (Aura) begleitet werden. Während einige Menschen nur wenige Male im Jahr eine Migräne erleiden, treten diese starken Kopfschmerzen bei anderen Betroffenen mehrmals pro Monat oder nahezu täglich auf. Viele Migränepatienten müssen bei einer Attacke ihren gewohnten Tagesablauf unterbrechen und sich vor Licht und Geräuschen geschützt zurückziehen. Die Migräne ist mit 15-25 % bei Frauen und etwa 10-17 % bei Männern eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen

Trigger lösen Migräne aus

Die genaue Ursache der Migräne ist bis heute nicht genau geklärt, jedoch gibt es verschiedene Faktoren, die eine Migräne auslösen können, die sogenannten Trigger. Wissenschaftler vermuten, dass durch sie bestimmte Nervennetze im Gehirn überaktiviert werden und sich der Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin verändert. Dies reizt die Blutgefäße der Hirnhäute, was zu einer Entzündungsreaktion führt und starke Schmerzimpulse auslöst.

Die Migräne-Trigger sind sehr individuell und lassen sich daher nicht sehr eng eingrenzen. Dennoch gibt es einige Faktoren, die von vielen Migränepatienten in Zusammenhang gebracht werden:

  • Wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus: Dabei kann sowohl zu wenig, als auch zu viel Schlaf der Auslöser sein.
  • Unregelmäßiger Tagesablauf mit langen Abständen zwischen den Mahlzeiten
  • Bei Frauen: Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus
  • Seelische und körperliche Belastungen: Migräneattacken treten hier bevorzugt in der Entspannungsphase nach der Belastung auf.
  • Bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. Käse oder Rotwein
  • Äußere Reize, wie sehr helles, flackerndes Licht oder Lärm
  • Wetter- und Höhenveränderungen
  • Medikamente, wie z.B. die Anti-Baby-Pille

Migräne ist Kopfschmerz, Kopfschmerz aber nicht gleich Migräne

Mediziner unterscheiden bis zu 16 verschiedene Migräne-Formen. Eine Form ist die sogenannte Migräne mit Aura, bei der vor den eigentlichen Kopfschmerzen Sehstörungen und andere Missempfindungen zum Beispiel in Bezug auf Licht, Lärm oder Gerüche auftreten. Dieses Symptom tritt allerdings nur bei etwa 30 % der Migränepatienten auf. Die Sehstörungen äußern sich meistens durch bunte, gezackte und flimmernde Bereiche des Gesichtsfeldes und wandern meist von der einen Seite zur anderen. Ist die Aura verschwunden, tritt meist der Migränekopfschmerz ein.

Sehr wahrscheinlich leiden Sie unter Migräne, wenn mindestens zwei der folgenden Aussagen zutreffen:

  • Die Schmerzen beschränken sich auf eine Kopfhälfte.
  • Die Schmerzen fühlen sich pulsierend oder stechend an.
  • Die Schmerzen verstärken sich bei körperlicher Anstrengung.
  • Sie leiden zusätzlich unter Übelkeit und Erbrechen und sind licht- und/oder geräuschempfindlich.

Eine Migräneattacke kündigt sich häufig bereits Stunden bis Tage vorher durch leider wenig charakteristische Vorboten an wie etwa Gereiztheit, Verstimmung, Rastlosigkeit oder Konzentrationsstörungen.

Auslöser finden: Migränetagebuch

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einer Migräne leiden, suchen Sie sich Rat bei einem Facharzt für Neurologie. Hilfreich kann es sein, zu einem ersten Termin ein Kopfschmerz-/Migränetagebuch mitzubringen, in das Sie vorher Zeitpunkt, Art, Stärke, Dauer, Begleiterscheinungen und mögliche Auslöser der Kopfschmerzen eingetragen haben. Ihr Arzt kann sich so ein genaueres Bild machen und eine für Sie passende Therapie auswählen. Ein Migränetagebuch kann Ihnen aber auch bei einer diagnostizierten Migräne helfen, Auslöser für die Attacken zu identifizieren und diese künftig zu vermeiden.

Übelkeit bei Migräne – das können Sie tun

Fast jede Migräneattacke wird von Appetitlosigkeit begleitet, die von Übelkeit bis hin zum Erbrechen reichen kann. Zusätzlich treten häufig eine erhöhte Geruchsempfindlichkeit, Aufstoßen, Blähungen, Sodbrennen oder Bauchschmerzen auf. Vor allem Kinder verspüren diese Symptome besonders intensiv. Übelkeit und Erbrechen können auftreten, weil das Brechzentum im Hirnstamm durch die Entzündungsreaktion im Gehirn stimuliert wird. Vomex A mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat dämpft die Aktivität des Brechzentrums im Gehirn, sodass Sie binnen 15-30 Minuten eine Wirkung verspüren können. Am besten ist es, wenn Sie Medikamente gegen Übelkeit frühzeitige einnehmen.

Generell sollten Sie während einer Migräneattacke das tun, was Ihnen gut tut. Vielen Betroffenen hilft es, sich in einen dunklen, ruhigen Raum zurückzuziehen und etwas zu schlafen. Um künftige Attacken zu vermeiden oder hinauszuzögern, können regelmäßiger Sport, eine gesunde Ernährung und autogenes Training sowie Entspannungstechniken hilfreich sein.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu Übelkeit bei Migräne finden Sie hier

Quellen:

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Fragen zum Thema Migräne

Nein, die durch Migräne verursachte Übelkeit kann durch Vomex A nicht geheilt werden. Jedoch kann Vomex A die durch Migräne verursachte Übelkeit im Akutfall effektiv unterdrücken und somit schnell Hilfe (wirkt nach ca. 15 Minuten) bieten.

Ja, die Ernährung kann die Häufigkeit und Ausprägung der Migräne beeinflussen. Achten Sie auf mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, als besonders risikobehaftet gelten beispielsweise Geschmacksverstärker, Kaffee, Milchprodukte sowie Rotwein. Hilfreich kann es sein ein Ernährungs- und Migränetagebuch zu führen, um mögliche Auslöser oder verstärkend wirkende Lebensmittel zu identifizieren.