Kürbissuppe zur Stärkung des Abwehrsystems

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Wenn es draußen ungemütlich wird, kommt eine wärmende Kürbissuppe gerade recht. Denn bei tristen grauen Herbst- und Wintertagen bringt sie nicht nur viel Farbe auf den Teller, sondern auch wertvolle Nährstoffe. Kürbis enthält viele Vitamine, die unser Immunsystem zur Abwehr von Krankheitserregern braucht. Dies sind unter anderem Vitamin C und verschiedene B-Vitamine. Zusätzlich sind im Kürbis sogenannte Carotinoide enthalten. Dies sind Pflanzenstoffe, die dem Kürbis seine leuchtend orangene Farbe geben. Für unseren Körper sind sie als Antioxidantien wichtig, die dabei helfen, verschiedenen Erkrankungen vorzubeugen. Besonders gut eignet sich für eine Kürbissuppe der Hokkaidokürbis, denn diese Sorte enthält besonders viele Vitamine. Außerdem können Sie ihn mitsamt der Schale kochen und sparen dadurch zusätzlich Zeit bei der Zubereitung.

Mit von der Partie: Möhren und Ingwer für eine starke Abwehr

Haben wir uns dann im nass-kalten Wetter doch eine Erkältung oder einen Magen-Darm-Infekt eingefangen, kann eine Kürbissuppe dabei helfen, dass wir wieder auf die Beine kommen. Vor allem, wenn die Suppe neben Kürbis auch Möhren und Ingwer enthält. Möhren enthalten neben Vitaminen zu einem hohen Anteil sogenannte Pektine. Dies sind spezielle, sehr lange Ketten aus Zuckermolekülen. Sie gehören zu den Pflanzenteilen, die unser Körper nicht verdauen kann (Ballaststoffe). Bei Durchfallerkrankungen entfalten sie in unserem Verdauungstrakt ihre gesundheitsfördernde Wirkung: Hier binden Pektine verstärkt Wasser und sorgen so dafür, dass sich der Stuhl verfestigt. Außerdem entstehen beim Kochen der Möhren Zuckerketten, an die sich die Krankheitserreger anheften und so wieder mit dem Gang zur Toilette ausgeschieden werden. 

Ingwer ist eines der ältesten Gewürze aus tropischen Ländern und seit langem als sehr gesundes Lebensmittel bekannt. Schon im alten China sagte man der Pflanze nach, dass sie als Lebenselixier wirke. Nach wie vor findet Ingwer in der asiatischen Alternativmedizin seinen Einsatz und ist auch bei uns ein gutes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten oder Übelkeit und Erbrechen. Zudem fördert Ingwer unsere Verdauung, löst Verkrampfungen und wirkt antibakteriell. Ingwer verfeinert eine Kürbissuppe mit seinem süßlich-scharfen Geschmack. So auch in unserem Rezept:

Kürbissuppe mit Ingwer (für 4 Personen):

 

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 Orangen
  • ½ l Gemüsebrühe (je nachdem, wie sämig die Suppe sein soll, gerne auch mehr oder weniger)
  • 100 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • 1 – 2 TL Currypulver
  • 150 g Schmand
  • gehackte Kürbiskerne 

Zubereitungszeit: Etwa eine Stunde

1. Den Kürbis waschen, halbieren und entkernen. Besonders gut klappt es zum Beispiel mit einem Esslöffel. Danach die Hälften in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Möhren und Ingwer ebenfalls schälen und die Möhren in Scheiben schneiden, den Ingwer fein reiben.

Tipp: Wenn Sie den Ingwer fein reiben, gibt er besonders viel Aroma für Ihre Suppe. Wenn Sie keine feine Küchenreibe oder eine spezielle Ingwerreibe haben, können Sie ihn aber auch fein hacken.

2. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Kürbisstücke und Möhrenscheiben hinzufügen und alles zusammen etwa 5 Minuten andünsten. Danach das Gemüse mit der Gemüsebrühe ablöschen, den geriebenen Ingwer hinzugeben und alles einmal aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und etwa 30 Minuten köcheln lassen. 

3. In der Zwischenzeit die Orangen halbieren und auspressen. Sind die Kürbisstücke durchgegart, alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Sahne und Orangensaft unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken. Die Suppe in tiefen Tellern oder Schalen mit einem Klecks Schmand servieren und nach Belieben mit den gehackten Kürbiskernen bestreuen. 

Tipp: Wenn Sie eine vegane Variante der Kürbissuppe bevorzugen, können Sie ganz einfach Sahne und Schmand durch einen Schuss Kokosmilch ersetzen.

Mit diesen Tricks gönnen Sie Ihrem Bauch bei Krankheit eine Pause

Bei einer Krankheit kann es sinnvoll sein, mal ein paar Tage ein Schonprogramm für Magen und Darm einzulegen. Hier ein paar Tipps, damit sich Ihre Verdauung wieder erholt:

  • Essen Sie nur leicht verdauliche Lebensmittel und meiden Sie zum Beispiel Rohkost oder blähendes Gemüse wie Kohl oder Hülsenfrüchte.
  • Bereiten Sie Ihre Gerichte schonend durch Kochen, Dünsten oder Schmoren zu. Scharf angebratene, panierte, frittierte, gegrillte oder geräucherte Speisen lassen Sie besser ein paar Tage weg.
  • Essen Sie am besten lauwarm. Sehr heißes oder sehr kaltes Essen stresst Ihre Verdauung
  • Trinken Sie keine kohlensäurehaltigen Getränke, sondern besser stilles Wasser oder Tee
  • Nehmen Sie kleinere Portionen zu sich und essen Sie langsam.
  • Verzichten Sie auf sehr süße, sehr salzige und sehr fettige Speisen sowie auf scharfe Gewürze.

Quellen:

Ernährungsumschau: Ballaststoffe. Grundlagen – präventives Potenzial – Empfehlungen für die Lebensmittelauswahl.

Ernährungsumschau: Ingwer – vielseitige Wurzel: kleine Gewürzkunde

Ernährungsumschau: Nährwert- und Vitamingehalte ausgewählter Winterkürbissorten.

Pharmazeutische Zeitung. PTA-Forum: Ernährung bei Durchfall. Schnell ausbremsen.

 

Schäfer C und Ubrich F. Rezepte für einen gesunden Darm. Gräfe und Unzer Verlag, München 2015

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Fragen zum Thema Magen-Darm-Infektionen

Im Fall einer Infektion versucht Ihr Körper die Auslöser (meist Viren) auszuscheiden, zu diesem Zweck löst Ihr Körper den Vorgang des Erbrechens aus. Daher sollte Vomex A erst eingesetzt werden, wenn das Erbrechen über einen längeren Zeitraum anhält.

Sowohl durch Erbrechen als auch durch Durchfall verliert der Körper Flüssigkeit. Daher ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit wichtig, um den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgeglichen zu halten.

Magen-Darm-Infektionen sind Schmier- oder Kontaktinfektionen mit relativ umweltstabilen Erregern. Die Ansteckung muss also nicht direkt durch einen Erkrankten erfolgen, sondern kann auch indirekt über Türklinken oder anderen Kontaktflächen geschehen.