Übelkeit während der Wechseljahre

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Es gehört zu den normalen Veränderungen im Leben einer Frau: Etwa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr verringern die Eierstöcke die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen. Die Folge: Der Zyklus wird unregelmäßiger. Diese Zeit nennen Mediziner Klimakterium, umgangssprachlich spricht man von den Wechseljahren. Irgendwann bleibt die Regelblutung ganz aus. Die Frau ist nun in der so genannten Menopause und kann nicht mehr schwanger werden. 

Frauen erleben diese Jahre sehr unterschiedlich: Für manche beginnt einfach ein weiterer neuer Lebensabschnitt, sie sind froh, sich keine Gedanken mehr über die Verhütung machen zu müssen und keine Menstruationsbeschwerden wie zum Beispiel schmerzhafte Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall mehr zu haben. Für andere ist es ein „Abschied“: Die Tatsache, nun nicht mehr fruchtbar, ja: „alt“ zu sein, ist für sie psychisch belastend. 

Typische Wechseljahressymptome

Die hormonellen Veränderungen bringen auch eine Reihe körperlicher Veränderungen mit sich, die mal mehr, mal weniger starke Beschwerden verursachen. Etwa ein Drittel der Frauen hat in den Wechseljahren keine oder unwesentliche Beschwerden, ein Drittel hat mittelstarke und ein weiteres Drittel starke Beschwerden. In der Regel vergehen diese jedoch nach etwa vier bis fünf Jahren von selbst.

Zu den typischen Wechseljahressymptomen zählen beispielsweise 

  • Schlafstörungen, 
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche, 
  • Stimmungsschwankungen und Unruhe, 
  • trockene Haut und Schleimhäute sowie 
  • poröse Knochen (Osteoporose).

Daneben sind auch Magen-Darm-Probleme wie Verstopfung oder Durchfall, Blähungen oder Übelkeit bei Frauen während der Wechseljahre verbreitet. Manche Frauen verspüren während der Wechseljahre weniger Lust auf Sex. Auch verändert sich die Schleimhaut der Scheide. Nach der Menopause ist sie meist dünner und produziert nicht mehr so viel Scheidenflüssigkeit wie vorher. Zum einen ist dann Geschlechtsverkehr für viele Frauen unangenehm oder sogar schmerzhaft, zum anderen siedeln sich schneller Bakterien und andere Keime in der Scheide an und die Infektanfälligkeit steigt. Viele Frauen nehmen auch an Gewicht zu, da der Körper Lebensmittel langsamer und auch anders verstoffwechselt – was möglicherweise auch eine Ursache für Magen-Darm-Probleme und Übelkeit ist. 

Übelkeit: Auch eine Folge der Hormonersatztherapie 

Leidet eine Frau unter starken Wechseljahresbeschwerden, empfehlen Ärzte oftmals eine Hormonersatztherapie (abgekürzt HET). Das bedeutet, dass der Hormonmangel künstlich ausgeglichen wird. In der Regel kommt dabei eine Kombination aus Östrogen und Gestagen zum Einsatz. Vor allem Hitzewallungen und Schlafstörungen, die sogenannten vasomotorischen Beschwerden, lassen sich so gut behandeln. Hormonpräparate gibt es als Tabletten, Pflaster, Nasenspray oder als Lösung zum Spritzen, auch Cremes oder Zäpfchen stehen zur Verfügung. 

Doch eine Hormonersatztherapie hat auch Schattenseiten: Zum einen kehren die Beschwerden nach Absetzen der Hormone wieder zurück. Zum anderen hat sie Nebenwirkungen: Zu den leichteren zählen Schmierblutungen, ein Spannen der Brüste sowie Übelkeit, was gerade in den ersten Monaten einer Hormonbehandlung häufig auftritt. Zudem kann das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Blutgerinnsel (z. B. Venenthrombose) und Brustkrebs steigen. 

Nutzen und Risiken gut abwägen

Vor einer Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie sollte immer eine umfassende gynäkologische Untersuchung stehen inklusive Bestimmung des Hormonspiegels. Die Ärztin oder der Arzt wird dabei die Betroffene ausführlich über die Schwere der Symptome sowie eventuelle Vorerkrankungen oder familiär bedingte Risiken befragen und sie auf mögliche Nebenwirkungen einer Hormonersatztherapie aufklären. Danach können Frauen gemeinsam mit ihrem Arzt die Vor- und Nachteile einer hormonellen Behandlung abwägen und entscheiden. 

Kleine Maßnahmen lindern Beschwerden 

Ob mit oder ohne Hormonersatztherapie – kleine Tipps können Frauen die neue Lebensphase der Wechseljahre erleichtern: Gegen die Gewichtszunahme, mögliche Lebensmittelunverträglichkeiten und Verdauungsprobleme hilft eine Ernährungsumstellung, denn viele Deutsche essen zu viel, zu fetthaltig und zu süß. Das kann den Darm träge und krank machen. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und Vollkornprodukten hilft, den Verdauungstrakt wieder in Schwung zu bringen. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, worauf Sie achten sollten. Auch Ernährungsberater wissen Rat. Sorgen Sie zudem für ausreichend Bewegung: Ob Radfahren, Laufen oder Schwimmen, leichter Ausdauersport regt nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Darmtätigkeit an und verbessert die Verdauung. Nicht zuletzt helfen Bewegung und eine ausgeglichene Lebensweise auch dabei, Stress und Ärger abzubauen und Schlafstörungen zu bekämpfen, denn auch diese wirken sich negativ auf unser psychisches und körperliches Wohlbefinden aus. Darüber hinaus können Sie gegen Unwohlsein und Übelkeit während der Wechseljahre Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat einnehmen, wie zum Beispiel Vomex A. Diese dämpfen die Tätigkeit des Brechzentrums und helfen sehr schnell.

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.