Zyklusbedingte Übelkeit

Quelle: Getty / E+

 

Jeden Monat wiederholt sich der weibliche Zyklus. In der ersten Hälfte reift in den Eierstöcken eine Eizelle heran, die zum Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) zur Befruchtung bereitsteht. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf, in die sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Findet keine Befruchtung statt, stößt der Körper die Schleimhaut samt Eizelle mit der Regelblutung (Menstruation) ab.

Ein ganz natürlicher Vorgang, der sich etwa alle 28 Tage wiederholt und von verschiedenen Botenstoffen gesteuert wird, darunter vor allem von den Hormonen Östrogen, Prostaglandin und Progesteron. Dabei unterliegt die Hormonkonzentration je nach Zyklusphase enormen Schwankungen – mit Folgen für das körperliche und seelische Wohlbefinden der Frauen.

Übelkeit bei PMS: schwierige Tage vor „den Tagen“

Wie Mädchen und Frauen ihren Zyklus erleben, ist sehr unterschiedlich. Manche merken so gut wie nichts davon, andere erkennen an körperlichen und seelischen Beschwerden, in welcher Phase ihres Zyklus sie sich gerade befinden. „Warum bist du so zickig? Bekommst du deine Tage?“ – An diesem klischeehaften Ausspruch ist tatsächlich etwas dran: Bei vielen Frauen kündigt sich die Menstruation mit leichtem Unwohlsein bis hin zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Appetitlosigkeit an, manchmal mit Schwindel oder Kopfschmerzen, mit spannenden Brüsten, Müdigkeit und Gereiztheit oder depressiver Stimmung. Mit dem Begriff „Prämenstruelles Symptom“ (kurz PMS) fasst die Medizin sämtliche dieser körperlichen und psychischen Beschwerden zusammen, unter denen Frauen an den Tagen vor ihrer Regel, genauer: zwischen Eisprung und Periode, leiden können. Ursache für die Symptome sind vermutlich ein ansteigender Spiegel des Progesterons einerseits und ein abfallender Östrogenspiegel andererseits. Mit Einsetzen der Blutung verschwinden die Beschwerden meist, dafür können andere auftreten.

Übelkeit und Schmerzen während der Menstruation

Um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen, ziehen sich während der Menstruation die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigem Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Manche Mädchen und Frauen spüren dieses Zusammenziehen der Muskeln deutlich im Bauch. Einige haben sogar richtige Schmerzen oder Krämpfe. Die Schmerzen können bis in den Rücken und die Beine ausstrahlen. Einigen wird zusätzlich übel, sie müssen erbrechen oder haben Durchfall. Etwa drei von vier Mädchen und Frauen haben zeitweise Beschwerden, bei jeder zehnten sind sie sehr stark. Gerade junge Frauen unter 20 sind häufig von mittelstarken bis starken Regelschmerzen betroffen.

Ursachen der Menstruationsbeschwerden

Was genau letztlich PMS und Menstruationsbeschwerden auslöst, ist nicht vollends geklärt: Die Hormonsignale sind in einem solch komplizierten Kommunikationsgeflecht miteinander verbunden, dass noch nicht alle Wechselwirkungen und Abhängigkeiten bekannt sind. 

In Sachen Regelschmerzen ist Prostaglandin ins Visier der Mediziner geraten, das dazu beiträgt, dass sich die Gebärmutter während der Regelblutung zusammenzieht. Vermutlich produziert der Körper zu viel davon oder ist besonders empfindlich dagegen, wodurch es zu Krämpfen oder Unterbauchschmerzen kommt. 

Für die Übelkeit können die Östrogene verantwortlich sein. Da Östrogene auch auf das Herz-Kreislauf-System, den Fett- und Zuckerstoffwechsel und den Darm wirken, sehen Mediziner hier die Ursache für zyklusbedingte Übelkeit.

Was hilft gegen PMS oder Menstruationsbeschwerden? 

Ist Mädchen oder Frauen vor oder währen ihrer Menstruation leicht übel oder treten die Beschwerden nur ab und zu auf, können sie versuchen, diese mit Hausmitteln zu lindern, oder auch Medikamente gegen die Übelkeit einnehmen. Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat, wie etwa Vomex A, lindern die Beschwerden in der Regel schnell und zuverlässig. Treten die Beschwerden jedoch häufiger auf, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Er kann herausfinden, ob die Beschwerden zyklusbedingt sind oder eine andere hormonelle Ursache haben, wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, die ähnliche Symptome zeigt. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, mit Hormonpräparaten wie der „Pille“ oder sogenanntem „natürlichen Progesteron“ den Hormonhaushalt zu regulieren. Da aber nicht jede Frau jedes Produkt gleich gut verträgt, sind Vor- und Nachteile dieser Form der Behandlung stets im Einzelfall abzuwägen. Falls notwendig, kann der Arzt bei starken Regelschmerzen auch ein Schmerzmittel verschreiben.

Quellen:

Frauenärzte im Netz. Hrsg. vom Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) / Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). 
Link 1
Link 2

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) 

Artikel teilen

Mehr zum Thema

Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.