Rechte und Pflichten bei Krankschreibung

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Mit den feucht-kalten Herbst- und Wintertagen haben auch Viren und Bakterien wieder Hochsaison. Diese sorgen besonders jetzt für Husten und Schnupfen, Magen-Darm-Infekte oder Grippewellen. Wen es erwischt hat, dem bleibt es dann nicht erspart, sich bei der Arbeit krankzumelden. Oft herrscht jedoch Unsicherheit darüber, was genau im Krankheitsfall zu tun ist, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Für den Fall, dass Sie auf der Arbeit ausfallen, weil nicht Sie, sondern Ihr Kind erkrankt ist, gelten außerdem besondere Bestimmungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Um sich eventuelle Probleme zu ersparen, lohnt es sich zu diesem Thema gut informiert zu sein.

Wann auf der Arbeit krankmelden?

Grundsätzlich können sich Arbeitnehmer aus vielen Gründe bei ihrer Arbeitsstelle krankmelden, seien es Kopf- oder Rückenschmerzen oder eben ein ansteckender Magen-Darm-Infekt. Damit der Arbeitgeber Gelegenheit hat sich auf den Ausfall eines Mitarbeiters einzustellen, sollten Angestellte ihm so früh wie möglich darüber Bescheid geben – das heißt im Prinzip: Sobald Sie merken, dass Sie nicht arbeiten können, in jedem Fall jedoch noch rechtzeitig vor Ihrem üblichen Arbeitsbeginn. Die Krankmeldung kann dabei telefonisch, per Fax, E-Mail oder auch per SMS erfolgen.

Wichtig ist es außerdem mitzuteilen, wann Sie voraussichtlich wieder arbeiten können. Wenn es im Arbeitsvertrag nicht anders geregelt ist, muss eine ärztliche Bescheinigung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, AU) erst nach Ablauf von drei Kalendertagen, das heißt also spätestens am vierten Krankheitstag, beim Arbeitgeber vorgelegt werden. Allerdings darf der Chef diese auch schon ab dem ersten Tag verlangen.

Muss ich meinem Chef sagen woran ich erkrankt bin?

Grundsätzlich besteht für Sie keine Pflicht auf der Arbeitsstelle den Grund der Erkrankung mitzuteilen – ganz gleich, ob es sich um eine banale Erkältung oder eine ernsthafte Krankheit handelt. Auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ("Krankenschein") des Arztes verrät Ihrem Chef darüber nichts. Sie erhalten den gelben Schein in mehrfacher Ausführung. Das Original erhält die Krankenkasse, hier ist die Diagnose vermerkt – die Krankenkasse darf darüber jedoch keine Auskunft geben. Damit es zu keiner Verwechselung kommt, ist dieser Teil des Krankenscheins mit der Aufschrift "Ausfertigung zur Vorlage bei der Krankenkasse" versehen. Ein weiterer Schein – diesmal ohne Aufdruck der Diagnose – ist für Ihren Chef bestimmt, auch dieser ist gekennzeichnet mit der Aufschrift "Zur Vorlage beim Arbeitgeber". Zudem erhalten Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen, eine zusätzliche Kopie verbleibt in Ihrer Krankenakte beim Arzt.

Wirkt sich eine Krankmeldung auf den Lohn aus?

Angestellte haben zunächst keine Lohneinbußen wegen Krankheit zu befürchten, denn ihre Arbeitgeber müssen bei Krankheit bis zu sechs Wochen das vereinbarte Gehalt auszahlen. Der Zeitraum zählt ab dem Datum, das auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung steht. Für den Fall, dass Sie länger erkrankt sind, springt nach dem 42. Tag der Krankmeldung in der Regel die Krankenkasse ein und zahlt ein Krankengeld für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Allerdings beträgt es nur etwa 90 Prozent Ihres Nettogehaltes, sodass Sie für diesen Fall tatsächlich weniger Geld im Portemonnaie haben. Diese Lücke kann jedoch bei Privatversicherten bzw. gesetzlich versicherten Arbeitnehmern durch eine private Zusatzversicherung geschlossen sein.

 Muss ich nach einer Krankmeldung das Bett hüten?

Mancher Arbeitnehmer fürchtet sich vor der Situation, während seiner Krankentage seinem Chef zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt zu begegnen. Die Sorge ist jedoch unbegründet, denn auch wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie das Haus verlassen, um unter anderem kleinere Einkäufe zu erledigen oder Ihr Kind von der Schule abzuholen. Wichtig ist allerdings, dass Sie Ihre Genesung nicht gefährden. Wer beispielsweise wegen einer Mandelentzündung nicht zur Arbeit kommen kann, aber in knapper Kleidung beim Joggen dem Chef begegnet, muss mit Ärger rechnen.

Darf ich zu Hause bleiben, wenn mein Kind krank ist?

Berufstätige mit Kindern, die jünger als zwölf Jahre alt sind, können von der Arbeit freigestellt werden, wenn ihr Kind krank ist. Dabei hat jeder Elternteil Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr für die Pflege eines erkrankten Kindes. Bei mehreren Kindern kann sich die Freistellung auf maximal 25 Tage pro Elternteil erhöhen.

Alleinerziehenden stehen entsprechend mehr Tage zu: Sie können 20 Tage pro Kalenderjahr bei einem Kind und maximal 50 Tage bei mehreren Kindern zu Hause bleiben, um sie im Krankheitsfall zu betreuen. Ob Eltern während der Freistellung eine Lohnfortzahlung erhalten, hängt davon ab, was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Ist dort eine Auszahlung des Lohns für diesen Fall ausgeschlossen, kann jedoch bei gesetzlich Versicherten ein Kinderkrankengeld von der Krankenkasse gezahlt werden. Dieses ist jedoch in der Regel niedriger als der vereinbarte Nettolohn. Voraussetzung für das Kinderkrankengeld ist allerdings, dass Sie bei Ihrer Krankenkasse ein entsprechendes ärztliches Attest vom Kinderarzt einreichen und keine andere Person in Ihrem Haushalt das kranke Kind betreuen kann.

Quellen:

Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.: Krankheit im Arbeitsrecht – was der Arbeitsvertrag festhält und welche gesetzlichen Regelungen gelten.

Bundesministerium für Gesundheit: Krankengeld. 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Kinderbetreuung: Pflege kranker Kinder. 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Kinderkrankengeld und Freistellung von der Arbeit. 

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.