Magenschmerzen bei Stress

Termindruck im Job und gleichzeitig die Aufgaben rund um die Familie jonglieren – das gehört für viele zu den täglichen Herausforderungen.

Manchem schlägt dann der Stress buchstäblich auf den Magen: Magenschmerzen und Übelkeit sind die Folge. Aber wie soll man all dem gerecht werden, wenn der Magen schmerzt, die To-do-Liste zusehends wächst und Kinder wie Partner Aufmerksamkeit fordern?

Damit es allen gut geht, ist es wichtig, jetzt die passenden Strategien zu kennen.

Warum verursacht Stress Magenschmerzen?

Um mit solchen Situationen gut umzugehen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, warum Stress überhaupt zum Auslöser von Magenschmerzen und Übelkeit werden kann. Alles, was wir täglich erleben, das heißt, was unsere Psyche verarbeiten muss, kann auch Einfluss auf den Körper nehmen.

Sind Beschwerden „psychisch“ bedingt, setzen manche dies gleich mit eingebildeten Symptomen. Dem ist jedoch keineswegs so. Im Gegenteil: Gerade die Psyche hat einen großen Einfluss auf das Verdauungssystem.

Forscher wissen schon lange, dass Kopf und Bauch miteinander kommunizieren, sie sprechen daher auch von der „Gehirn-Bauch-Achse“. So wirken sich Emotionen, belastende Erlebnisse, Angst und eben auch Stress auf Magen und Darm aus.

Als Signalübermittler dient dabei das sogenannte vegetative Nervensystem, das wir nicht willentlich steuern können. Es beeinflusst unter anderem die Magen-Darm-Motorik und damit die Zeit, die Magen und Darm brauchen, um die Nahrung nach einer Mahlzeit weiter zu transportieren.

Bei Stress kann die Magenentleerung verlangsamt sein und ein Druck- und Völlegefühl hervorrufen. Bei manchen Menschen führt eine Reizung des vegetativen Nervensystems aber auch zu einer beschleunigten Darmbewegung, die Durchfall zur Folge hat.

Außerdem können Ärger und Stress die Bildung von Magensäure anregen, sodass wir sprichwörtlich „sauer“ werden. Besteht dieses Überangebot von Magensäure über längere Zeit, kann sich die Schleimhaut des Magens entzünden, die Folge: der Magen tut weh. Wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt, kann es außerdem zu saurem Aufstoßen und Sodbrennen kommen. Letzteres macht sich durch ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein bemerkbar.

Folgen von Stress sind individuell

Wie das Verdauungssystem auf Stress reagiert, kann individuell ganz unterschiedlich sein. So reagieren manche Menschen eher mit Durchfall oder Verstopfung auf hektische Phasen und andere plagen unangenehme, zum Teil auch schmerzhafte Blähungen.

Bei manchen verursachen Stress und psychische Belastungen aber auch so starke Übelkeit, dass sie erbrechen müssen.

Auch in diesem Fall steckt die Kommunikation von Kopf und Bauch dahinter: Die psychische Erregung reizt dann das Brechzentrum im Gehirn und löst schließlich den Brechreflex aus, bei dem sich Magen und Zwerchfell ruckartig zusammenziehen und den Mageninhalt nach draußen befördern.

Magenschmerzen: Nicht immer ist Stress die einzige Ursache

Wer einen stressigen Alltag hat, denkt bei Magenschmerzen schnell auch an Stress als Ursache. Dieser kann, muss aber nicht der einzige Grund für die Beschwerden sein.

Zu den weiteren Ursachen von Magenschmerzen zählen:

  • Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori
  • Andere Magen-Darm-Infekte („Magen-Darm-Grippe“)
  • Verdorbene Speisen
  • Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Medikamente (z. B. schmerz- und entzündungshemmende Mittel oder Wirkstoffe, die die Magenbewegung anregen)
  • Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Bestehen ohne erkennbaren Grund anhaltende oder immer wiederkehrende Magenschmerzen, ist der Gang zum Arzt Pflicht. Er kann schwerwiegende Ursachen ausschließen.

Gleiches gilt, wenn Magenschmerzen und starke Übelkeit sehr plötzlich auftreten und von einem massiven Schwächegefühl und Schmerzen im Brustraum begleitet sind. Unter Umständen kann hinter diesen Symptomen ein Herzinfarkt stecken, der sofortige ärztliche Hilfe erfordert.

Magenschmerzen durch Stress – was tun?

Es ist unrealistisch, Stress im Alltag gänzlich und für immer zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für jene, die den Spagat von Job und Familie zu bewältigen haben. Wenn es nun passiert ist und der Stress den Magen plagt, können in der Akutsituation folgende Tipps helfen:

  • Druck rausnehmen: Vermeiden Sie zusätzliche Aufgaben sowohl auf der Arbeit als auch zu Hause. Überlegen Sie, was Sie delegieren können.
  • Magen schonen: Um den gereizten Magen nicht weiter zu strapazieren, ist Schonkost ratsam. Dazu gehören milde, wenig gewürzte Speisen, kleine Mahlzeiten und Kräutertees, die den Magen beruhigen (z. B. Kamille oder Fenchel). Auf scharfe Gerichte, Blähendes, Fettiges, schwer Verdauliches (z. B. Rohkost und Salate) und sehr heiße oder sehr kalte Speisen gilt es nun lieber zu verzichten. Gleiches gilt für Kaffee und Alkohol.
  • Wärme: Wärme wirkt entspannend. Gönnen Sie sich eine Auszeit, etwa mit einer Wärmflasche und einem Tee auf der Couch oder einem Entspannungsbad am Abend.

Stress und Magenschmerzen vorbeugen

Wer bereits weiß, dass Stress ihm leicht auf den Magen schlägt, kann den Stress kontrollieren lernen:

  • Ruheinseln etablieren: Blocken Sie sich regelmäßig feste Zeiten nur für sich. Ob Sie in dieser Zeit Sport treiben, spazieren gehen oder einfach einen Kaffee in der Sonne genießen, bleibt Ihnen überlassen. Folgen Sie Ihrem Gefühl und tun Sie, was Ihnen guttut.
  • Achtsamkeitsübungen: Durch Übungen wie Atemtechniken oder der Konzentration auf die eigenen Sinne wie Fühlen, Sehen, Schmecken und Riechen lassen sich die Körperwahrnehmung und das Gefühl der Gegenwärtigkeit verbessern.
  • Ernährung: Gerade wenn es hektisch wird, kommt gesunde Ernährung oft zu kurz. Achten Sie in stressigen Zeiten dennoch auf regelmäßige und gesunde Mahlzeiten. Dies lässt sich auch ohne aufwändiges Kochen bewerkstelligen.

Nicht jedem gelingt es, die Stressbewältigung selbst in den Griff zu bekommen. Dann sollte sich niemand scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwa durch einen Psychologen.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Niemand muss perfekt sein – manchmal hilft es auch, die Ansprüche an sich selbst ein wenig herabzuschrauben. Wer sich wieder entspannt und fit fühlt, kann für Job und Familie voll da sein – und das tut allen gut!

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.