Hormonell bedingte Übelkeit

Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe – mit diesen und ähnlichen Beschwerden hat wohl nahezu jede Frau vor oder während ihrer Periode zu kämpfen. Aber auch in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren leiden viele Frauen an den lästigen Beschwerden. Doch welche Ursache verbirgt sich hinter den wiederkehrenden Problemen?

Ursachen

Auslöser für Übelkeit, Erbrechen und krampfartige Bauchschmerzen während der Periode, einer Schwangerschaft oder der Wechseljahre können unsere Sexualhormone, insbesondere die Östrogene, sein. Sie steuern zum Beispiel den monatlichen Zyklus, wobei regelmäßig starke Schwankungen im Hormonhaushalt entstehen. Da Östrogene unter anderem auf das Herz-Kreislauf- System, den Stoffwechsel, den Darm und die Verdauung wirken, sind Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe bei vielen Frauen in dieser Zeit vorprogrammiert. Andere Hormone, die sogenannten Prostaglandine, tragen während der Periode dazu bei, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und die Schleimhaut abstößt. Manche Frauen reagieren besonders empfindlich auf diese Hormone oder produzieren zu viele davon – mit Krämpfen und Übelkeit als Folge. Dem als „Schwangerschaftsübelkeit“ bekannten morgendlichen Erbrechen liegt zusätzlich ein hoher Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG (Human Choriongonadotropin) zugrunde, der nach dem 3. Monat wieder abfällt.

Während der Wechseljahre verringert sich die Konzentration der weiblichen Sexualhormone, auch das beeinflusst das emotionale und körperliche Befinden. Außerdem verstoffwechselt der Körper Lebensmittel langsamer und auch anders – was möglicherweise eine zusätzliche Ursache für Magen- Darm-Beschwerden ist.

Symptome

Während ihrer Periode leiden Frau meist nur kurzzeitig an Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen. Bei einer Schwangerschaft dagegen ist wochenlanges morgendliches Erbrechen ein bekanntes Phänomen. Diese „Schwangerschaftsübelkeit“ ist unbedenklich und verschwindet oft nach den ersten Schwangerschaftsmonaten von alleine. Anders bei einer besonders schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit, der Hyperemesis gravidarum: Hierbei müssen sich betroffene Frauen mehrfach täglich übergeben und verlieren viel Flüssigkeit und Nährstoffe. In diesem Fall ist unbedingt ärztliche Hilfe erforderlich.

Frauen in den Wechseljahren leiden aufgrund der hormonellen Umstellung häufig an Magen-Darm- Probleme wie Verstopfung oder Durchfall, Blähungen oder Übelkeit.

Mittel gegen hormonelle Übelkeit?

Bei leichten oder nur gelegentlich auftretenden Beschwerden können bereits eine Wärmeflasche oder Ingwertee Abhilfe schaffen. Zusätzlich helfen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und etwas Bewegung, den Darm wieder in Schwung zu bringen und die unangenehmen Beschwerden zu lindern. Darüber hinaus können Sie bei Übelkeit und Unwohlsein Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat einnehmen, wie zum Beispiel Vomex A. Schwangere Frauen sollten vor allem versuchen, intensive Gerüche zu meiden, die häufig Auslöser der morgendlichen Übelkeitsattacken sind. Eine länger anhaltende Übelkeit während der Schwangerschaft, die mit starkem und häufigem Erbrechen einhergeht, gehört jedoch immer und unbedingt in die Hände eines Arztes und sollte nicht selbständig mit Hausmitteln oder Medikamenten behandelt werden!

Schon gewusst?

Hormone sind körpereigene Botenstoffe, die viele lebenswichtige Funktionen, wie zum Beispiel unseren Stoffwechsel, unsere Körpertemperatur, die Atmung, den Kreislauf oder das Wachstum, aber auch unsere Gefühle und unser Verhalten steuern. Unser Organismus funktioniert reibungslos, wenn die Dosis der Hormone im Lot ist und alle Vorgänge genau aufeinander abgestimmt sind. Wenn die Produktion aus dem Gleichgeweicht gerät oder ein Hormon ganz ausfällt, kann es zu mehr oder weniger harmlosen Beschwerden, wie zum Beispiel Übelkeit, oder auch zu ernsthaften Erkrankungen kommen.

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Fragen zum Thema Allgemein

Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.

Die Dosierung von Vomex A® soll sich am Körpergewicht sowie an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn vom Arzt nicht anders verordnet müssen insbesondere bei Kindern die Dosierungsvorschrifen in der Packungsbeilage beachtet werden.

Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich Vomex A einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Vomex A sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.